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  • Zwei Drittel der Transaktionen blinder Personen über das Internet werden abgebrochen, da sie nicht auf Teile einer Website zugreifen können.
  • Blinde Internetnutzer telefonieren regelmäßig mehrmals mit dem Kundenservice, um Probleme mit der Barrierefreiheit zu lösen. Letztendlich müssen sie jedoch die Website eines Mitbewerbers besuchen.
  • Auf den E-Commerce entfallen mehr als eine halbe Billion US-Dollar an Einzelhandelsumsätzen, von denen 10, 3 Milliarden US-Dollar auf Sehbehinderte entfallen.

Während der Americans with Disabilities Act (ADA) Regeln festlegte, um behinderten Amerikanern den Zugang zu Unternehmen in der realen Welt zu erleichtern, wurde der Zugang zu Online-Unternehmen in den letzten Jahren zu einem wachsenden Problem, da auf vielen Websites keine Zugangsmöglichkeiten bestehen. Infolgedessen laufen Online-Unternehmen laut einer kürzlich veröffentlichten Studie Gefahr, sehbehinderte Verbraucher zu entfremden und sich dabei möglicherweise von einem großen Einnahmequellen fernzuhalten.

Laut der Weltgesundheitsorganisation gibt es ungefähr "1, 3 Milliarden Menschen mit irgendeiner Form von Sehbehinderung". In eingehenden Interviews mit 73 Erwachsenen, die Anfang des Jahres an Blindheit oder schweren Sehbehinderungen litten, stellte Deque Systems fest, dass es für Menschen mit Behinderungen besonders schwierig ist, online einzukaufen, da die Websites nicht zugänglich genug sind.

"Neben dem moralischen Dilemma und dem rechtlichen Risiko verpassen Unternehmen mit unzugänglichen Websites eine riesige Umsatzmöglichkeit, indem sie einen unerschlossenen Markt ignorieren", sagte Preety Kumar, CEO von Deque Systems. "Unter den Internet-Einzelhändlern hatten zwei Drittel der Top-10-Online-Einzelhändler ernsthafte Probleme mit der Barrierefreiheit, was bedeutet, dass sie potenzielle Einnahmen aus dem nordamerikanischen E-Commerce in Höhe von 6, 9 Milliarden US-Dollar auf dem Tisch belassen."

Warum das Internet für Blinde unzugänglich ist

Während stationäre Unternehmen unter Umständen "angemessene Änderungen" vornehmen müssen - beispielsweise die Installation von Rampen für Ein- und Ausgänge oder das Hinzufügen von in Blindenschrift geschriebenen Beschilderungen -, um ihre Einrichtungen für Behinderte zugänglich zu machen, sind technische Lösungen erforderlich, um im Internet erreichbar zu sein. Hilfstechnologien wie Screenreader oder Lupen können Sehbehinderten helfen, das Internet zu nutzen. Leider müssen diese digitalen Helfer mit Websites interagieren, die unter Berücksichtigung ihrer Funktionalität gestaltet wurden. Andernfalls werden Informationen für den Endbenutzer schwerer verständlich.

Die Forscher sagten, sie könnten drei gemeinsame Themen für die meisten Websites identifizieren:

  • Die Seiten waren teilweise unzugänglich, was bedeutete, dass einige Bereiche für Blinde nutzbar waren, während andere nicht.
  • Die Zugänglichkeit einiger Seiten wurde eingeschränkt, da Änderungen oder Upgrades an der Site vorgenommen wurden.
  • Alltägliche Funktionen wie CAPTCHA, bei dem Menschen anhand von Bildern von Bots unterschieden werden, waren unbrauchbar.

Da das Internet eine sehr visuelle Form der Kommunikation ist, können verschiedene "Barrierefreiheitsblocker" verschiedene Arten von Websites behindern. Zum Beispiel stellten Forscher fest, dass 80% der Nachrichtenseiten "erhebliche Probleme mit der Barrierefreiheit hatten", während 70% der Befragten angaben, "nicht über Regierungswebsites auf Informationen und Dienste zugreifen zu können", einschließlich wichtiger Websites wie Medicare.

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Die geschäftlichen Auswirkungen der Unzugänglichkeit der Website

Das Problem der Unzugänglichkeit betrifft nahezu alle Facetten des Internets, aber Unternehmen müssen mit erheblichen Einnahmen rechnen, wenn sehbehinderte und blinde Personen nicht in der Lage sind, Transaktionen abzuschließen.

Laut Forschern waren die meisten wichtigen E-Commerce-Websites im Hinblick auf den Umsatz - wie Amazon, Best Buy und Target - "relativ zugänglich". Zwei Drittel der 10 umsatzstärksten Einzelhändler hatten jedoch "ernsthafte Probleme mit der Barrierefreiheit", wie z. B. fehlende Suchbezeichnungen, Zoomunterstützung oder Alternativen, die nicht von CAPTCHA stammen.

Ungefähr 90% der Befragten gaben an, den Kundendienst einer Website angerufen zu haben, um ihre Probleme mit der Website zu melden, und um erneut anzurufen, wenn nichts behoben wurde. Sie sagten den Forschern, dass sie immer noch anrufen würden, um das Problem zu beheben, selbst wenn sie eine Transaktion abgebrochen und woanders hingegangen wären.

Infolge dieser Zugänglichkeitsmängel fanden die Forscher Daten, die darauf hindeuten, dass zwei Drittel der von blinden oder sehbehinderten Personen gestarteten Internet-Transaktionen ganz aufgegeben werden. Davon abgesehen werden nicht alle diese Transaktionen vollständig aufgegeben, sondern mit anderen Unternehmen abgeschlossen, die über besser zugängliche Websites verfügen. Forscher schätzen, dass Unternehmen mit unzugänglichen Websites jährlich 6, 9 Milliarden US-Dollar an Konkurrenten verlieren. [Interessiert an E-Commerce-Website-Software? Schauen Sie sich unsere Top-Angebote an.]

Die Forscher schätzten, dass 2% aller E-Commerce-Transaktionen von blinden Personen durchgeführt werden, wobei davon ausgegangen wird, dass weniger als die Hälfte der amerikanischen Blinden regelmäßig Online-Geschäfte abwickeln. Das mag zunächst nicht viel klingen, aber es ist wichtig zu bemerken, dass laut dem US-Handelsministerium im vergangenen Jahr Online-Einnahmen in Höhe von 517 Milliarden US-Dollar erzielt wurden. Infolgedessen machen diese 2% einen Jahresumsatz von 10, 3 Mrd. USD aus.

Mit zunehmendem Alter der amerikanischen Bevölkerung rechnen die Behörden damit, dass sich die Zahl der blinden und sehbehinderten Menschen bis 2050 verdoppeln wird. Um eine wachsende Gruppe von Menschen nicht weiter zu entfremden, müssten Unternehmen ihre Websites für jedermann zugänglich machen.