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Das Wahrzeichen der Charging Bull-Statue in Lower Manhattan ist optimistisch für die Anleger. / Bildnachweis: Jörg Hackemann / Shutterstock.com

Ein Bullenmarkt ist eine längere Zeit an der Börse, in der die Anlagepreise überdurchschnittlich schnell steigen. In einem Bullenmarkt steigt das Vertrauen der Anleger und die Investitionstätigkeit. Bullenmärkte fallen im Allgemeinen mit Perioden robusten Wirtschaftswachstums zusammen, in denen die Menschen aufgrund höherer Gewinne mehr von der Börse angezogen werden. Bullenmärkte können jedoch "Blasen" erzeugen, bei denen die Preise viel höher steigen als der Wert des zugrunde liegenden Vermögenswerts.

Verschiedene Marktsektoren können Bullenmärkte zu unterschiedlichen Zeiten erleben, darunter Anleihen, Rohstoffe, Futures und Devisenmärkte. Bullenmärkte entstehen, wenn die Nachfrage nach einem Wertpapier oder einer Wertpapiergruppe die üblichen Gesetze von Angebot und Nachfrage überwiegt und die Preise nach oben treibt. Ein Markt gilt gemeinhin als bullisch, wenn über einen längeren Zeitraum mindestens 80 Prozent aller Aktienkurse steigen. Ein weiterer Indikator ist ein Anstieg der Marktindizes um mindestens 15 Prozent.

Den Glauben in die Realität umsetzen

Das wachsende Anlegervertrauen ist wohl der wichtigste Indikator für einen Bullenmarkt. Wenn Anleger glauben, dass ein Bullenmarkt eintreten wird, werden ihre Überzeugungen durch ihre Handlungen häufig Wirklichkeit. Die Anlegerstimmung wird häufig anhand der Put / Call-Verhältnisse, der Gewinn- / Verlustlinien, der IPO-Aktivität und der Höhe der ausstehenden Margenschulden dargestellt.

Bullenmärkte treten in vier verschiedenen Phasen auf.

  • Die erste Phase beginnt mit niedrigen Preisen, geringer Anlegerstimmung und pessimistischen Einschätzungen über die künftigen Preise.
  • In der zweiten Phase nehmen die Handelsaktivität, die Aktienkurse und die Unternehmensgewinne zu, wodurch die Wirtschaftsindikatoren überdurchschnittlich hoch werden. Die Anleger werden auch optimistischer.
  • In der dritten Phase erreichen Marktindizes und Wertpapiere Handelshöchststände, da die Handelsaktivität weiter zunimmt und die Dividendenrenditen neue Tiefststände erreichen.
  • Die letzte Phase ist durch übermäßige IPO-Aktivität, Handelsaktivität und Spekulation gekennzeichnet. Bei einem Aktienkurs-Gewinn-Verhältnis auf historischen Höchstständen nehmen die Anleger Gewinne mit oder reagieren auf negative Indikatoren, was wiederum die Hausse in Atem hält.

Die beste Zeit für Investitionen ist, wenn der Bullenmarkt in den Kinderschuhen steckt oder in der ersten Phase. Hier sind einige Tipps zum Investieren in einen Bullenmarkt:

  • Schnäppchenmarkt für Aktien am unteren Rand eines Bärenmarktes.
  • Betrachten Sie die geeignete Branche, da einige Branchen sich besser erholen als andere.
  • Finden Sie Unternehmen mit starken Fundamentaldaten wie soliden Umsätzen und Erträgen, guten Produkten usw.
  • Diversifizieren Sie Ihr Portfolio mit verschiedenen Aktien und / oder Investmentfonds sowie Anti-Stick-Anlagen wie Sparbriefen und Bankkonten.

Herkunft des Begriffs

Der Begriff "Bullenmarkt" leitet sich vom "Bärenmarkt" ab, der aus dem Bärenfellhandelsmarkt des 18. Jahrhunderts stammt. Da das Kämpfen mit Bullen und Bären einst ein beliebter Sport war, galten Bullen als das Gegenteil von Bären. Der Karikaturist Thomas Nast popularisierte den Bullen und Bären als Symbole für die verschiedenen Arten von Märkten.

Metaphorisch symbolisiert der Begriff "Bulle" die Art und Weise, wie Bullen angreifen, indem sie ihre Hörner nach oben und unten schieben, ähnlich der Aufwärtsbewegung der Märkte (während ein Bär angreift, indem er nach unten streicht). Auch wenn dies historisch nicht korrekt ist, ist es eine gute Möglichkeit, sich daran zu erinnern, dass der Begriff "Bullenmarkt" bedeutet, dass der Markt steigt oder steigt, und "Bärenmarkt" bedeutet, dass der Markt sinkt oder sinkt.

Drei der größten Bullenmärkte in der Geschichte der US-Aktien sind:

  • 1860-1872 - fällt mit dem Aufstieg der Eisenbahnindustrie zusammen
  • 1920-1928 - geht der Weltwirtschaftskrise voraus
  • 1982-1999 - vor dem Platzen der Tech-Blase