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Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) ist ein Börsenindex, der vom Wall Street Journal-Herausgeber Charles Dow erstellt wurde. Gegründet am 26. Mai 1896, ist der Durchschnitt nach Dow und dem Statistiker Edward Jones benannt. Der Index selbst zeigt, wie 30 große börsennotierte US-Unternehmen während einer Standard-Handelssitzung an der Börse gehandelt haben.

Rund 20 der 30 Komponentenhersteller von DJIA sind Industrie- und Konsumgüterhersteller. Die anderen repräsentieren Branchen wie Finanzdienstleistungen, Unterhaltung und Informationstechnologie. Der DJIA ist nur einer der Marktindizes von Dow Jones.

Dow Jones Industrial Durchschnittliche Geschichte

Als der DJIA zum ersten Mal geschaffen wurde, sollte er das Wohlergehen des Industriesektors anhand von 12 Aktien messen (die schließlich auf 30 stiegen). Zu diesen Aktien gehörten unter anderem American Cotton Oil, American Sugar, American Tobacco, National Lead und die Tennessee Coal, Iron und Railroad Co. Während der DJIA erstmals am 26. Mai 1896 erschien, erschien er bis zum 7. Oktober desselben Jahres nicht regelmäßig im Wall Street Journal. Der Startpunkt für den DJIA lag bei 40, 94 und damit weit unter dem Durchschnitt von über 13.000 Punkten im Oktober 2012.

Zu dieser Zeit war der Aktienmarkt nicht hoch angesehen und keine beliebte Anlageform. Anleihen waren die am weitesten verbreitete Anlageform, da sie durch reale Maschinen, Fabriken und andere materielle Industrieanlagen abgesichert waren. Der Durchschnittsamerikaner konnte nicht erkennen, ob der Aktienmarkt florierte oder unterging. Dow erstellte diesen Aktiendurchschnitt, um den Leuten einen Sinn für die Börse zu geben. Er verglich seinen Durchschnitt mit dem Platzieren von Stöcken im Strandsand, um festzustellen, ob die Flut hereinkam oder hinausging. Steigende Höchst- und Tiefststände bedeuteten einen Bullenmarkt, während fallende Höchst- und Tiefststände auf einen Bärenmarkt hindeuteten.

Sowohl der DJIA als auch der Rest der Börse waren massiv von Politik und Kriegsführung betroffen. Eine Reihe von globalen Ereignissen löste große Veränderungen im DJIA aus, darunter:

  • Die Angst vor dem Ersten Weltkrieg verursachte eine viereinhalbmonatige Handelsunterbrechung, die zu einem Rückgang des DJIA um fast 25 Prozent am Tag der Wiedereröffnung des Handels führte.
  • Beim großen Börsencrash von 1929 und der anschließenden Weltwirtschaftskrise kehrte der DJIA zu seinem Ausgangspunkt zurück und lag fast 90 Prozent unter seinem Höchststand.
  • Der DJIA sank innerhalb von vier Monaten um 10 Prozent, als Ägypten den Suezkanal eroberte und eine Invasion aus Israel, England und Frankreich auslöste.
  • Der Black Monday Crash von 1987 senkte den DJIA um fast 508 Punkte oder 22, 6 Prozent.
  • Am 11. September 2001 wurden die Märkte nach den Terroranschlägen in New York und Washington DC geschlossen. Als die Märkte am 17. September wieder eröffnet wurden, fiel der DJIA um fast 685 Punkte oder 7, 13 Prozent.

So treten Sie dem DJIA bei

Bei der Auswahl eines Unternehmens, das eine Branche im DJIA repräsentiert, berücksichtigen die Redakteure des Wall Street Journal eine Reihe von Faktoren. Sie wählen Unternehmen aus, die den Markt repräsentieren und führen. Wie lange gibt es das Unternehmen schon? Wie werden die Aktionäre behandelt? Welchen Ruf hat das Unternehmen in der Branche? Die Redakteure des Wall Street Journal achten in der Regel darauf, relevante, aber nicht allzu trendige Unternehmen auszuwählen. Sie suchen nach Durchhaltevermögen in der Branche.

Ein Beispiel für die Logik, mit der die DJIA-Unternehmen entschieden wurden, ist die Übernahme der DJIA-Komponente General Foods durch Phillip Morris im Jahr 1985. Durch die Aufnahme von Phillip Morris in die DJIA verdoppelte sich die Anzahl der Tabakunternehmen (American Brands war bereits eine Komponente). Infolgedessen ließen die Redakteure American Brands fallen und fügten stattdessen McDonald's hinzu.

Wie der DJIA funktioniert

Der DJIA soll einen klaren Überblick über den aktuellen Aktienmarkt bieten, der wiederum den Zustand der US-Wirtschaft widerspiegelt. Der Index wird berechnet, indem die Kurse der 30 Aktien im Durchschnitt addiert und durch einen Divisor dividiert werden. Der Divisor ist im Laufe der Jahre geschrumpft, um willkürliche Ereignisse wie Aktiensplits und Dienstplanänderungen bei Unternehmen auszugleichen.

Der Durchschnitt selbst ist preisgewichtet, dh jedes Unternehmen macht einen Bruchteil des Index proportional zu seinem Preis aus. Mit einem gemeinsamen Teiler haben Aktien mit höheren Kursen ein höheres Gewicht im Index als Aktien mit niedrigeren Kursen, wodurch sie die preisgewichtete Indexbezeichnung erhalten. Während der Dow-Wert nicht der tatsächliche Durchschnitt der Preise seiner Komponentenaktien ist, generiert die Formel einen konsistenten Wert für den Index. Da der DJIA aus großen, häufig gehandelten Aktien besteht, basiert der Preis des DJIA auf vielen kürzlich getätigten Transaktionen, wodurch die Genauigkeit der Marktangaben erhöht wird. Bei anderen Indizes können weniger häufig gehandelte Aktien einen weniger genauen Durchschnitt ergeben.

Die Verwendungsmöglichkeiten und Anwendungen des DJIA sind vielfältig:

  • Der DJIA überwacht die Marktbedingungen und ermöglicht es den Anlegern, allgemeine Trends zu identifizieren und intelligentere Anlageentscheidungen zu treffen.
  • Der DJIA kann die zukünftige Wertentwicklung von Aktienbeständen, Investmentfonds und ETFs im Verhältnis zur Wertentwicklung des Index angeben.
  • Da der DJIA schon so lange in der Vergangenheit abgebildet wurde, können Anleger Korrelationen mit verschiedenen Faktoren untersuchen.
  • Anstatt individuell in Unternehmen zu investieren, ermöglicht eine direkte Investition in den DJIA ein diversifiziertes Portfolio.
  • Mit dem DJIA können andere Portfolios und Einzelinvestitionen effektiv als Benchmark bewertet werden. Ein starkes Portfolio würde beispielsweise den DJIA übertreffen.

Kritiker des DJIA

Es gibt eine Reihe von Kritikern, die der Ansicht sind, dass die Einbeziehung von 30 Aktien kein genaues Bild des Gesamtmarktes vermittelt. Bei fast 10.000 börsennotierten Unternehmen in den USA glauben viele, dass der DJIA keine gute Stichprobengröße bietet. Andere Kritiker weisen darauf hin, dass preisgewichtete Indizes auch prozentuale Veränderungen der Aktienkurse nicht berücksichtigen, was viele Anleger für wichtig halten. Der DJIA berücksichtigt auch keine Aktiensplits oder Aktiendividenden.